Startseite

Familiengottesdienst am 11.09.2016 in Thülen

„Jeder ist irgendwie anders“

Am 11.09. fand in Thülen erneut ein Familiengottesdienst in Thülen statt. Vor dem Hintergrund der vielen Menschen aller Nationalitäten und Kulturen in unserem Land stand der Gottesdienst dieses Mal unter dem Thema "jeder ist irgendwie anders". Dies spiegelt sich sowohl in den Kyrie-Rufen, als auch den Fürbitten wieder.

 

Ganz besonders deutlich wird es im Predigtspiel:

Erzähler:      Auf einem hohen Berg, wo der Wind pfiff, lebte ganz allein und ohne einen einzigen Freund Irgendwie Anders. Er wusste, dass er irgendwie anders war, denn alle fanden das. Wenn er sich zu ihnen setzen wollte oder mit ihnen spazieren gehen oder mit ihnen spielen wollte, dann sagten sie immer:

 

Kind 1:         Tut uns leid, du bist nicht wie wir.

Kind 2:         Du bist irgendwie anders. Du gehörst nicht dazu.

Erzähler:      Irgendwie Anders tat alles, um wie die anderen zu sein. Doch ohne Erfolg.

I.-Anders:     Alles, was ich mache ist falsch. Die anderen mögen mich nicht. Ich male wie sie und ich spiele was sie spielen. Doch es hilft nichts…

Erzähler:      Irgendwie Anders sah einfach nicht so aus wie die anderen und er sprach nicht wie sie und er aß komische Sachen.

 Kind 3:       Du gehörst nicht hierher, weil du nicht bist wie wir.

Erzähler:      Irgendwie anders ging traurig nach Hause. Er wollte gerade schlafen gehen, da klopfte es an der Tür. Draußen stand jemand…

Jemand:      Hallo! Nett, dich kennen zu lernen. Darf ich reinkommen?

I.-Anders:    Wie bitte? Du hast dich wohl in der Tür geirrt!

Jemand:     Überhaupt nicht. Hier gefällt’s mir. Und ich bleibe gerne noch etwas hier.

I.-Anders:    Kenne ich dich?

Jemand:     Ob du mich kennst? Natürlich! Guck mich doch mal ganz genau an!

Erzähler:      Irgendwie Anders guckte. Er lief um „Jemand“ herum, guckte vorn, guckte hinten, sagte aber nichts!?

Jemand:     Verstehst du denn nicht? Ich bin genau wie du! Du bist irgendwie anders – und ich auch!

I.-Anders:    Du willst sein wie ich? Du bist doch nicht wie ich! Du bist überhaupt nicht wie irgendjemand oder irgendwas, das ich kenne. Tut mir leid, aber jedenfalls bist du nicht genauso irgendwie anders wie ich! Und ich glaube du solltest jetzt gehen. Gute Nacht!

Jemand:     Schade. Ich wäre gerne noch bei dir geblieben. Ich glaube, wir beiden hätten sehr viel Spaß miteinander…

Erzähler:     Jemand sah sehr klein und sehr traurig aus. Es erinnerte Irgendwie Anders an irgendwas, aber er wusste einfach nicht, woran. Jemand war gerade gegangen, da fiel es ihm plötzlich ein.

I.-Anders:    Warte! Geh nicht weg! Du bist nicht wie ich, aber das ist mir egal. Wenn du Lust hast, kannst du bei mir bleiben.

Erzähler:     Und Jemand hatte Lust! Seitdem hatte Irgendwie Anders einen Freund. Sie lächelten den ganzen Tag und malten zusammen Bilder. Sie spielten das Lieblingsspiel des anderen – jedenfalls probierten sie es – und aßen zusammen. Sie waren verschieden, aber sie vertrugen sich. Und wenn einmal jemand an die Tür klopfte, der wirklich sehr merkwürdig aussah, dann sagen sie nicht „Du bist nicht wie wir“ oder „Du gehörst nicht dazu“. Nein, sie rückten einfach ein bisschen zusammen…